Herzlich Willkommen!

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Sehr geehrte Interessent/en/innen, wir hatten gehofft, ZUPO ab dem Wintersemerster 2021/22 wieder anbieten zu können. Leider aber sind Veranstaltungen für externe Teilnehmer/innen an der Universität bisher an sehr hohe Auflagen gebunden. Zudem ist die Entwicklung der Pandemie während des Wintersemester nicht vorhersehbar, so dass ZUPO leider vorläufig nicht angeboten werden kann. Gerne möchten wir Sie dennoch über ermutigende Neuigkeiten zum Thema Positive Psychologie informieren.
Vom 09.-11. Juni 2022 findet die vierte Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Positiv-Psychologische Forschung (DGPPF) an der Universität Trier statt. Nähere Informationen finden Sie demnächst unter www.dgppf2022.de.
Das Deutsche Institut für Motivation (DIM) bietet von Februar bis Dezember 2022 das Weiterbildungsstudium Positive Psychologie an, an dem u. a. sechs Professuren aus einschlägigen Fächern beteiligt sind. Nähere Informationen und Anmeldung unter https://dim.sc/positive-psychologie.
Im Juli 2021 fand der dritte Weltkongress der International Positive Psychology Association (IPPA) als Onlinekongress mit über 1500 Teilnehmer/innen von allen Kontinenten statt. Der nächste Kongress wird voraussichtlich im Juli 2023 in Vancouver/Kanada in analoger Form durchgeführt. Falls Sie teilnehmen möchten, verfolgen Sie die Neuigkeiten auf der Website der IPPA. https://www.ippanetwork.org/wc2021/

Aktuelle Studien zu positiv-psychologischen Themen

Freizeitvorstellungen und das subjektive Wohlbefinden von Nationen

Autor/en/innen: Lucia Macchia, Ashley V. Whillians Zeitschrift: The Journal of Positive Psychologie, 16(2), 198-206 (2021) Abstract (übersetzt): Die Politik der meisten Regierungen konzentriert sich auf die Verbesserung des materiellen Wohlstands. Doch Wohlstand sagt das Wohlbefinden nur schwach voraus. Daher ist es wichtig zu verstehen, ob andere Faktoren als Geld das Glück von Nationen prägen. Hier konstruieren wir einen Datensatz von 79 Ländern (N = 220.000) und untersuchen, ob Unterschiede in der Priorisierung von Zeit (Freizeit) gegenüber Geld (Arbeit) länderübergreifende Unterschiede im Glück erklären. In Übereinstimmung mit unseren Vorhersagen berichten Länder, deren Bürger Freizeit mehr schätzen als Arbeit, über ein höheres subjektives Wohlbefinden auf Länder- und Individualebene. Diese Effekte gelten für Länder mit hohem und niedrigem BIP. Entscheidend ist, dass wir Belege für einen neuartigen Mechanismus finden: Menschen, die Freizeit höher bewerten als Arbeit, sind weniger negativ von finanzieller Instabilität betroffen. Über das individuelle Wohlbefinden hinaus beeinflusst der Wert, den Nationen der Freizeit gegenüber der Arbeit beimessen, das Glück grundlegend. Link zur Studie

Auswirkung von Dankbarkeit auf kardiovaskuläre Gesundheit: eine Überprüfung des Standes der Wissenschaft

Autor/en/innen: Lakeshia Cousin, Laura Redwine, Christina Bricker, Kevin Kip, Harleah Buck Zeitschrift: The Jorunal of Positive Psychologie, 16(3), 348-355 (2021) Abstract (übersetzt): Positive psychologische Eigenschaften, wie beispielsweise Dankbarkeit, spielen eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit. Dankbarkeit steigert nicht nur das psychische und physische Wohlbefinden, sondern kann auch Biomarker für das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verändern. Es gibt jedoch nur wenige Studien, die dies untersuchen. Diese Arbeit gibt einen Überblick über den Stand der Wissenschaft in der Literatur, die Zusammenhänge zwischen Dankbarkeit und kardiovaskulären Gesundheitsergebnissen (Biomarker und Adhärenz) untersucht. Die Datenquellen umfassten PubMed, Web of Science und PsycINFO. Die Ergebnisse von 13 Studien (aus einem ursprünglichen Pool von 234), sowohl experimentelle (n = 11) als auch nicht-experimentelle (n = 2), zeigen, dass Dankbarkeit positive Auswirkungen auf Biomarker wie endotheliale Dysfunktion und prognostische Entzündungsmarker hat und die Adhärenz für Gesundheitsverhalten verbessert. Herzerkrankungen verursachen immense gesundheitliche und wirtschaftliche Belastungen in den Vereinigten Staaten und weltweit. Diese neuen Erkenntnisse zeigen, dass Dankbarkeit eine kostengünstige Intervention in der Gesundheitsversorgung sein kann, die zu verbessertem Gesundheitsverhalten und besseren kardiovaskulären Ergebnissen für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Link zur Studie

Arbeitsplatzgestaltung, Unterstützung der Autonomie durch die Führungskraft und Leidenschaft für die Arbeit: Testen eines Modells in Australien und China

Autor/en/innen: Gavin R. Slemp, Yukun Zhao, Hanchao Hou, Robert J. Vallerand Zeitschrift: Motivation and Emotion, 45(1), 60-74 (2021) Abstract (übersetzt): Aufbauend auf dem dualistischen Modell der Leidenschaft nach Vallerand (Die Psychologie der Leidenschaft: A dualistic model. Oxford University Press, New York, 2015) untersuchten wir ein hypothetisches Modell, nach dem harmonische und obsessive Leidenschaft die Beziehungen zwischen Arbeitsplatzgestaltung und Autonomieunterstützung durch die Führungskraft mit Arbeitsengagement und Burnout in australischen und chinesischen Arbeitsstichproben vermittelt. Im Vergleich mit vier alternativen Modellen unterstützten unsere Ergebnisse das hypothetische Modell als das am besten passende Modell in beiden Stichproben und zeigten eine stichprobenübergreifende Invarianz der Faktorladungen und Regressionspfade. In beiden Stichproben sagten Arbeitsplatzgestaltung und Autonomieunterstützung durch die Führungskraft die harmonische Leidenschaft positiv voraus, zeigten jedoch unterschiedliche Beziehungen zur obsessiven Leidenschaft. Beide Formen der Leidenschaft sagten das Arbeitsengagement positiv voraus, aber nur obsessive Leidenschaft sagte Burnout positiv voraus. Die Ergebnisse stimmen mit der Vorstellung überein, dass Arbeitsplatzgestaltung ein Ansatz ist, den Mitarbeiter verwenden, um harmonische und obsessive Leidenschaften in Arbeitsidentitäten zu verinnerlichen, die entsprechende und unterschiedliche Auswirkungen auf das Arbeitsengagement und Burnout in verschiedenen Kulturen haben. Link zur Studie

COVID-19 und der Arbeitsplatz: Implikationen, Probleme und Erkenntnisse für zukünftige Forschung und Maßnahmen

Autor/en/innen: Kevin M. Kniffin, Jayanth Narayanan, Frederik Anseel, John Antonakis, Susan P. Ashford, Arnold B. Bakker … Zeitschrift: American Psychologist, 76(1), 63-77 (2021) Abstract (übersetzt): Die Auswirkungen von COVID-19 auf Arbeitnehmer/innen und Arbeitsplätze auf der ganzen Welt sind dramatisch. Dieser umfassende Überblick über frühere Forschungen aus der Arbeits- und Organisationspsychologie und verwandten Bereichen soll die Auswirkungen auf Mitarbeiter/innen, Teams und Arbeitsorganisationen verdeutlichen. Dieser Überblick und die Vorschau auf relevante Literatur konzentriert sich auf (a) aufkommende Veränderungen in der Arbeitspraxis (z. B. Heimarbeit, virtuelle Teamarbeit) und (b) auf aufkommende Veränderungen für Arbeitnehmer/innen (z. B. soziale Distanzierung, Stress und Arbeitslosigkeit). Darüber hinaus werden potenziell moderierende Faktoren (demografische Merkmale, individuelle Unterschiede und organisatorische Normen) untersucht, da die Wahrscheinlichkeit besteht, dass COVID-19 unterschiedliche Effekte hat. Dieser umfassende Überblick bietet einen integrativen Ansatz für die Betrachtung der Auswirkungen von COVID-19 auf die Arbeit, die Arbeitnehmer/innen und die Organisationen. Er wirft zugleich weitere Forschungsfragen auf und gibt Einblicke, um Lösungen zu finden.Link zur Studie
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